Pressemitteilung zur ersten Bürgerschulung

Am Samstag dem 14.09.2013 und Sonntag dem 15.09.2013 findet die erste Bürgerschulung auf dem Gelände des THW Ortverbandes Dresden, Fabricestraße 5 in 01099 Dresden statt. Die Schulungen sind kostenfrei und umfassen zwei Tage. Für Verpflegung wird gesorgt.

Wir bitten die Teilnehmer in geeigneter Kleidung und mit festem Schuhwerk zu erscheinen.

Interessierte Bürger können sich auf der Seite der Projektgruppe „Ziviles Katastrophen Hilfswerk“ unter schulung.http://zkhw.org informieren und anmelden.

Themenbereiche werden sein:

  • Gesetzliche Grundlagen des Katastrophenschutzes
    • Vorstellung der Struktur und Einrichtung
  • Der Umgang mit neuen Medien
  • Theorie und Praxis des Sandsackverbaus
    • Bau einer Sandsackfüllmaschine
  • Theorie und Praxis der Gebäudesicherung
  • Evakuierungshinweise
  • Hinweise zu Hygiene und Erste Hilfe
  • Sowie Hinweise zur sinnvollen Bevorratung

Während des Hochwassers im Juni 2013 und der folgenden Aufräumarbeiten wurde sowohl von öffentlicher Stelle als auch vom Fluthilfezentrum Sachsen festgestellt, dass ein Teil des ungemein wichtigen Potenzials der freiwilligen Helfer durch Erfahrungsmangel und Unwissenheit verschenkt wurde. So wurden zum Beispiel durch nicht sachgemäßen Sandsackverbau auf der Leipziger Straße tonnenweise mehr Sandsäcke gebraucht, als es mit der Kenntnis über richtigen Deichbau und professionelle Deichverteidigung nötig gewesen wäre. Um diesen Mehraufwand zu verhindern und die Kräfte effektiver einzusetzen, wird die Schulung zu Deichbau und Deichverteidigung sowie zur Sandsackbefüllung priorisiert.

Einer der wesentlichsten Punkte im Katastrophenschutz ist die Frage, wo zivile Helfer überhaupt eingreifen dürfen. Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, wird auch ein kurzer Überblick über die Kerngesetze des Katastrophenschutzes einen Schulungsteil einnehmen. Auch die sachgerechte Kommunikation und realistische Lagebeschreibung wird geschult werden.

Weiterhin spielt auch die Evakuierungshilfe und Gebäudesicherung eine wichtige Rolle. Hier kann wertvolle Zeit und Kraft gespart werden, wenn man sich an ein paar grundlegende Hinweise hält.

Die praktische Anwendung der erlangten Kenntnisse kann auf dem Gelände des THWs durchgeführt werden.

Wir danken dem THW Ortsverband Dresden für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und des Geländes; sowie dem Malteser Hilfsdienst Dresden e.V. für die Unterstützung der Erste Hilfe Schulungen.

Wir freuen uns auf die zahlreiche Teilnahme und ein hoffentlich erfolgreiches Schulungswochenende!

 

Information zum Projekt Ziviles Katastrophen Hilfswerk

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Erfahrungen, die während des Hochwassers in Dresden mit sozialen Medien und freiwilligen Helfern gesammelt wurden, sind essenziell für die Arbeit in zukünftigen Katastrophenfällen. Aus diesem Grund wurde das „Zivile Katastrophen Hilfswerk“ gegründet. Die Trägerschaft durch den gemeinnützigen THW Förderverein Dresden e.V. bietet uns die Möglichkeit, auf erfahrene Spezialisten und logistische Unterstützung zurückgreifen zu können.

Ziel des Projektes ist es, eine Software zu entwickeln, welche den Einsatz von freiwilligen Helfer, die Verteilung von Versorgungsgütern sowie die Spendenannahme und -ausgabe koordiniert. Verbunden wird diese, um den modernsten Anforderungen gerecht zu werden, mit einer Applikation für Smartphones. Betroffene können somit in wenigen Sekunden um Hilfe bitten. Die Information kann schnell verarbeitet werden und die Hilfe unmittelbar erfolgen.

Weiterhin werden mobile Lager-, und Transportkomponenten eingerichtet, um einen schnellen Einsatz auch in anderen Regionen zu ermöglichen. In diesen geplanten Einheiten befinden sich unter anderem eine Kommunikationszentrale mit 4 Arbeitsplätzen und Satellitenverbindung, ein mobile Küchen, ein Gerätelager (Pumpen, Notstromgeräte etc) sowie ein Lager zur Erstausstattung für Betroffene.

Das wichtigste Ziel ist jedoch die Kommunikation, Vernetzung und Anbindung an öffentlichen Stellen/Behörden des Katastrophenschutzes. Wir möchten unsere Erfahrungen gern weitergeben und effektiv an Lösungen für zukünftige Einsätze arbeiten. Eine Kooperation mit den zuständigen Behörden ist Grundvoraussetzung einer beiderseits effizienten und Zielführenden Arbeit. Mit einer besseren Kommunikation zwischen den einzelnen offiziellen und „privaten“ Stellen kann eine Ressourcenverschwendung verhindert werden. Ein effektiver Weg ist die Vereinigung unserer Kräfte für das gemeinsame Ziel – Katastrophenvorsorge und Katastrophenhilfe.

Doch um diese Ziele erreichen zu können, sind wir auf Hilfe angewiesen. Wir suchen nach Sponsoren, Helfern und Unterstützung jeder Art. Darum bitten wir Sie um die Chance, unser Projekt vorzustellen und auch nach außen zu präsentieren.

Über eine Einladung oder einen Gesprächstermin werden wir uns sehr freuen.