Information zum Projekt Ziviles Katastrophen Hilfswerk

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Erfahrungen, die während des Hochwassers in Dresden mit sozialen Medien und freiwilligen Helfern gesammelt wurden, sind essenziell für die Arbeit in zukünftigen Katastrophenfällen. Aus diesem Grund wurde das „Zivile Katastrophen Hilfswerk“ gegründet. Die Trägerschaft durch den gemeinnützigen THW Förderverein Dresden e.V. bietet uns die Möglichkeit, auf erfahrene Spezialisten und logistische Unterstützung zurückgreifen zu können.

Ziel des Projektes ist es, eine Software zu entwickeln, welche den Einsatz von freiwilligen Helfer, die Verteilung von Versorgungsgütern sowie die Spendenannahme und -ausgabe koordiniert. Verbunden wird diese, um den modernsten Anforderungen gerecht zu werden, mit einer Applikation für Smartphones. Betroffene können somit in wenigen Sekunden um Hilfe bitten. Die Information kann schnell verarbeitet werden und die Hilfe unmittelbar erfolgen.

Weiterhin werden mobile Lager-, und Transportkomponenten eingerichtet, um einen schnellen Einsatz auch in anderen Regionen zu ermöglichen. In diesen geplanten Einheiten befinden sich unter anderem eine Kommunikationszentrale mit 4 Arbeitsplätzen und Satellitenverbindung, ein mobile Küchen, ein Gerätelager (Pumpen, Notstromgeräte etc) sowie ein Lager zur Erstausstattung für Betroffene.

Das wichtigste Ziel ist jedoch die Kommunikation, Vernetzung und Anbindung an öffentlichen Stellen/Behörden des Katastrophenschutzes. Wir möchten unsere Erfahrungen gern weitergeben und effektiv an Lösungen für zukünftige Einsätze arbeiten. Eine Kooperation mit den zuständigen Behörden ist Grundvoraussetzung einer beiderseits effizienten und Zielführenden Arbeit. Mit einer besseren Kommunikation zwischen den einzelnen offiziellen und „privaten“ Stellen kann eine Ressourcenverschwendung verhindert werden. Ein effektiver Weg ist die Vereinigung unserer Kräfte für das gemeinsame Ziel – Katastrophenvorsorge und Katastrophenhilfe.

Doch um diese Ziele erreichen zu können, sind wir auf Hilfe angewiesen. Wir suchen nach Sponsoren, Helfern und Unterstützung jeder Art. Darum bitten wir Sie um die Chance, unser Projekt vorzustellen und auch nach außen zu präsentieren.

Über eine Einladung oder einen Gesprächstermin werden wir uns sehr freuen.

Information zur Zukunft des Fluthilfezentrums Sachsen

Das Fluthilfezentrum Sachsen stellt zum 31.07.2013 seine Arbeit ein. Die Flut ist vorbei. Wir haben geholfen, wo wir konnten und werden nun nicht mehr in der bestehenden Form gebraucht.

Um unser Know-How und die erlangten Erfahrungen weitergeben zu können, wird eine Projektgruppe „Ziviles Katastrophen Hilfswerk“ ab 31.07.2013 seine Arbeit aufnehmen und auch die Aufgaben des Fluthilfezentrum Sachsens in sich vereinen. Dabei bleibt das das Fluthilfezentrum Sachsen ein Bestandteil des Projektes.

Diese Projektgruppe strebt eine enge Zusammenarbeit zum Bundesamt für Personen- und Katastrophenschutz sowie dem Technischen Hilfswerks an, um eine flächendeckende Lösung zu erarbeiten

Diese Projektgruppe hat 4 Hauptziele:

  • die Erstellung einer Software zur Koordinierung ziviler Hilfskräfte im Katastrophenfall sowie der Koordinierung der Spendenannahme und -ausgabe
  • Aufbau eines mobilen Einsatzzentrums mit Arbeitsplätzen, Lagermöglichkeiten und einer Kücheneinheit für freiwillige Helfer
  • kostenfreie Bürgerschulungen zu Sandsackverbau, Evakuierungs- und Erste Hilfe sowie erweiterter Katastrophenschutz ab September 2013.
  • Erstellung eines Vorschlages zur Stabsarbeit in den Bereichen S3 und S5 (Umgang mit ehrenamtlichen Helfern/ Bürgerinitiativen und neue Medien)

Alle Betroffenen können auch weiterhin auf unsere Hilfe zählen, auch der Zugang zu den Spendengütern wird weiterhin gewährleistet. So können Kleidungsstücke z.B. in der gemeinsamen Sammelstelle der Hilfsorganisationen sowie direkt beim Deutschen Roten Kreuz Dresden abgeholt werden. Bedarfsanfragen für technische Geräte nehmen wir gerne jederzeit entgegen.

Weitere Informationen dazu werden in Kürze folgen.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Helfern, Spendern, Unterstützern und Medienvertretern. Ohne Sie wäre unsere Arbeit nicht möglich gewesen!

Webapp ist online und wir haben eine neue Telefonnummer

Ab sofort kann das Fluthilfezentrum auch über unsere mobile App kontaktiert werden. Unter der Adresse app.fluthilfezentrum.de könnt ihr uns schnell alle wichtigen Informationen übermitteln. Die App ist von jedem internetfähigem Handy aus verfügbar. Auch über diese Plattform können wir nun schnell Hilfegesuche und Hilfsangebote bearbeiten.

Ab heute ist unsere neue Telefonnummer für unser Büro auf der Leipziger Straße 50 verfügbar. Ihr erreicht uns Montag bis Freitag von 9:30 Uhr bis 15:30 Uhr unter 0351 41 88 56 0.

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Tagesmeldung vom 02.07.2013

Aus Coswig hat uns am Wochenende ein Hilferuf einer bürgerlichen Spendenorganisation erreicht. Die „Flutspende Radebeul Meißen 2013“ entstand durch den lobenswerten Einsatz von Anette und Yvonne auf der Grenzstraße 25 in Coswig. Die zwei haben viel Kraft und Zeit investiert, um eine Spendenannahmestelle zu schaffen und die Flutopfer zu unterstützen. Der Zuspruch aus der Bevölkerung war riesig und die große Halle eines ehemaligen Supermarktes füllte sich schnell mit einer Menge Sachspenden.

Wir freuen uns, dass wir diesen beispiellosen Einsatz unterstützen können und haben noch einmal das DRK aktiviert, das auch hier unterstützen wird und die Kleiderspenden zu den gleichen Bedingungen wie auch im Fluthilfezentrum Sachsen entgegennimmt.

Das Dorint Hotel Dresden stellt unseren Helfern Lebensmittel und Zimmer zur Verfügung. Mercedes Benz wird uns für unsere mobilen Navigationssysteme aktuelle Software und auch ein Fahrzeug als Leihgabe übergeben.

Weiterhin hat sich ein Transport aus der Schweiz mit 40 Tonnen Hilfsgütern angekündigt. Die Spenden werden im Fluthilfezentrum Sachsen erwartet.

Wir danken allen spendenden Unternehmen und Organisationen für ihre Unterstützung.

Liebe Grüße aus dem neuen Büro

Seit letzter Woche sind wir in unserem neuen Büro auf der Leipziger Straße anzutreffen. Von dort führen wir unsere bisherigen Arbeiten fort und probieren den angefallenen Papierkram der letzten Wochen auszuwerten. Besonders am Herzen liegt uns aber immer noch die Vermittlung von Hilfsgütern an Betroffene.

Das neue Büro befindet sich in der Leipziger Straße 50, 01127 Dresden. Mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht ihr uns durch die Straßenbahnlinien 4 und 9, Ausstieg an der Haltestelle Alexander-Puschkin-Platz. Des Weiteren sind wir weiterhin unter der Telefonnummer 0160 – 91 25 67 35 oder der Mail-Adresse info@fluthilfezentrum.de für euch erreichbar.

Bitte informiert die von der Flut Betroffenen, welche kein Internet nutzen.

In Coswig helfen wir momentan bei der Ordnung eines Spendenlagers. Unsere Helfer sind täglich ab 10.00 auf der Grenzstraße anzutreffen. Wir freuen uns über jede helfende Hand!

Aufräumungsarbeiten

Die letzten Aufräumungsarbeiten stehen an, das Stadion muss wieder seiner eigentlichen Bestimmung nachkommen.
Deshalb müssen wir morgen, dem 24. Juni 2013, unser Büro endgültig verlassen. Die verbliebenen Hilfsgüter werden so schnell wie möglich abtransportieren.

Wer bereit dazu ist im Außendienst weiter zu helfen – ab 10 Uhr empfängt euch Ronny im Kunsthof Gohlis. Bis Donnerstag, dem 27. Juni, wird das Fluthilfezentrum dort präsent sein.

PM – Offener Brief

Das Fluthilfezentrum Sachsen schließt wie geplant die zentrale Anlaufstelle im „glücksgas stadion“. Die Kleidungs- und Textilspenden werden vom DRK Kreisverband Dresden e.V. abgeholt. Ein Jahr lang werden diese auf der Klingerstraße 20 weiter an Betroffene der Flut verteilt, bevor die Sachen in den nationalen Bestand des DRK übergehen. Von dort werden sie für gemeinnützige Zwecke verwendet.

Ein LKW der Spedition Hajesch GmbH hat sich mit Spendengütern und vier Helfern des Zentrums auf den Weg nach Dömitz in Mecklenburg-Vorpommern gemacht. Die Spendengüter sind dazu gedacht, einen Grundstock an Hilfsgütern zu schaffen, um dort einen zentralen Fluthilfepunkt ins Leben zu rufen. Zusammen mit dem Wissen der Helfer, von dem Aufbau und der Führung eines Hilfszentrums, sollen die Betroffenen in Dömitz dazu angeleitet werden, sich selbst zu organisieren. Die übrigen Spenden werden von Mitgliedern des THW Fördervereins Dresden e.V. in den kommenden Tagen abgeholt und eingelagert. Das Fluthilfezentrum dankt dem DRK Kreisverband Dresden e.V. und der Spedition Hajesch für ihre Unterstützung.

Bedauerlicherweise gibt es auch einige erwähnenswerte negative Begebenheiten. Bei der letzten Stadtratssitzung wurde von der Oberbürgermeisterin Frau Orosz behauptet, zwei Vereine würden das Fluthilfezentrum übernehmen. Dies wird von dem Team des Fluthilfezentrums energisch zurückgewiesen, da dies nicht der Wahrheit entspricht! Eine Übernahme und Abwicklung von anderen Vereinen war nie Gegenstand von Überlegungen. Das Fluthilfezentrum wird als Teil des THW Fördervereins auch weiterhin aktiv sein.

Dass Frau Orosz den offenen, mit nunmehr über 1500 Unterstützern der Bevölkerung versehenen Brief des Fluthilfezentrums, nicht mit der von uns erwarteten Aufmerksamkeit verfolgt hat, empfindet das Team vom Fluthilfezentrum als eine kommunale Missachtung ihrer Arbeit für die Bürger der Stadt Dresden und dem Umland. Ebenso der Umgang mit dem, in dem Brief angesprochenen, personellen Problem ist eine Herabwürdigung und Nichtanerkennung der Leistungen der betreffenden Personen. Es ist erschreckend, dass diese Mitarbeiter mittlerweile Angst vor Repressalien durch die dienstliche Leitung haben.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Verantwortungsträger der Landeshauptstadt Dresden über ihre Einstellung und ihren Umgang mit ehrenamtlichen Helfern nachdenken sollten.

Das Fluthilfezentrum Sachsen wird auch weiterhin Spendengüter an Geschädigte verteilen. Sie erreichen das Zentrum unter der bekannten Telefonnummer 0160 – 912 567 35 oder unter der E-Mail-Adresse info@fluthilfezentrum.de.

PM – Geplante Hilfsaktion Dömitz

Für das „Rolls Royce“ Benefizbankett am kommenden Freitag, 21. Juni 2013, 19.00 Uhr sind noch zahlreiche Karten verfügbar. Das Event findet im Festsaal 2. OG des Coselpalais statt und hat zum Ziel, viele Spenden für die Betroffenen der Flut zu sammeln. Geboten werden den Zuschauern Künstler verschiedener Genre. Der Abend wird musikalisch von „Monsieur T.“, der Semperoper und der Staatsoperette Dresden bereichert. Karten können für 50,00 € pro Person entweder unter gemeinsam.mit.uns@t-online.de reserviert, oder an der Abendkasse ab 17.00 Uhr erworben werden. Eine zahlreiche Teilnahme an der Veranstaltung erhöht die Spenden, die komplett den Flutopfern zugutekommen. Die Kosten für das Bankett werden von vielen Sponsoren übernommen.
Nach zahlreichen Hilfen in Gohlis und anderen Teilen von Dresden plant das Fluthilfezentrum Sachsen derzeit Hilfsaktionen für Dömitz in Mecklenburg-Vorpommern. In den kommenden Tagen werden sich sowohl Helfer, als auch Spenden auf den Weg dorthin machen.
Besonderer Dank gilt den Dresdner Verkehrsbetrieben. Die Zusammenarbeit der Stadtentwässerung und der Stadtreinigung mit dem Fluthilfezentrum haben sehr gut funktioniert. An dieser Stelle hervorzuheben, ist auch das Engagement des Jugendamtsleiters C. Lippmann.
Sehr bedauerlich hingegen ist das Desinteresse verschiedener Dienststellen der Landeshauptstadt Dresden an der Arbeit des Fluthilfezentrums.

Das Fluthilfezentrum im „glücksgas stadion“ ist noch bis Freitag, 21. Juni 2013, 17.00 Uhr geöffnet. Sie erreichen uns unter:
Festnetz: 0351 – 25 088 399
E-Mail: info@fluthilfezentrum.de